Die Augusturlauber sind weg. Zeit, die Umgebung neu zu entdecken.
Es gibt Menschen, die ihren Badeanzug Ende August wieder im Schrank verstauen. Und es gibt diejenigen, die wissen, dass ein Bad im September Balsam für die Seele ist.
Der Spätsommer hat eine besondere Gabe: Er entschleunigt genau im richtigen Maß. Die Strände atmen auf, die Radwege werden wieder ruhiger, über die Märkte lässt sich entspannt schlendern und jeder Weg lädt dazu ein, einfach noch ein Stück weiterzugehen. Man schwingt sich „nur mal kurz“ aufs Fahrrad. Und entdeckt dabei eine versteckte Bucht, einen Waldweg, ein kleines Dorf oder einen Sonnenuntergang, den man im Hochsommer wahrscheinlich verpasst hätte.
Das Wetter beweist bemerkenswert gutes Gespür: nicht zu heiß, um sich verstecken zu müssen, und nicht zu kühl, um darauf zu verzichten. Frühstück draußen. Lesen draußen. Mittagsschlaf draußen (wahrscheinlich die schönste Beschäftigung der Saison).
Und plötzlich spielt der Plan keine große Rolle mehr. Man folgt einfach dem Rhythmus des Tages.
Das Club House - wo der Tag ganz von allein länger wird
Früher oder später trifft man sich hier.
Auf einen Kaffee, bevor es losgeht. Auf ein Getränk nach dem Strand. Für ein Gespräch, das länger dauert als gedacht. Die Kinder spielen weiter, während man Tipps für die schönsten Orte der Umgebung austauscht oder einfach beobachtet, wie sich das Licht langsam verändert.
Ein Ort, an dem man „nur fünf Minuten“ bleiben wollte… und fast nie pünktlich wieder aufbricht.
Denn Urlaub besteht nicht nur aus Aktivitäten. Er lebt auch von diesen kleinen Momenten zwischen zwei Ausflügen, in denen man eigentlich nichts anderes tun muss, als genau dort zu sein, wo man gerade ist.